Geolocation ist seit langem eine gängige Praxis innerhalb sozialer Netzwerke. Ähnlich wie das Markieren von Freunden oder das Hinzufügen von GIFs, ist das Teilen des momentanen Aufenthaltsorts – verbunden mit einem Foto oder Video – ein beliebtes Mittel, um den eigenen Post für seine Follower attraktiver zu gestalten. Vor allem Kinder und Jugendliche haben den Ruf, fast alles dafür tun, damit ihre Beiträge möglichst oft geliked, geteilt oder auch kommentiert werden.

Es mag auf dem ersten Blick harmlos erscheinen, wenn Kids ihre Freunde und Bekannten wissen lassen, wo sie sich gerade befinden – das Teilen des genauen Aufenthaltsorts im öffentlichen Raum ist dagegen keine gute Idee. Ohne die richtigen Privatsphären-Einstellungen kann nämlich nicht garantiert werden, dass solche Informationen über ihre Schützlinge nicht auch Cyberstalkern oder anderen Cyberkriminellen in die Hände fallen.

Es gibt allerdings ein paar Dinge, die Eltern beachten können, um ihren Kindern einen sicheren Umgang in den Sozialen Medien zu ermöglichen.

Hier unsere Tipps:

1.     Klären Sie Ihre Kinder über die Risiken auf, wenn diese in den sozialen Netzwerken zu viel über sich selbst preisgeben. Versuchen Sie herauszufinden, was und wieviel Ihre Kinder bereits über „digitale Privatsphäre“ wissen. Vielleicht können Sie sogar selbst das eine oder andere noch dazulernen.

2.     Raten Sie ihren Schützlingen, die GPS-Funktion ihrer Smartphones und Tablets zu deaktivieren. Dadurch kann verhindert werden, dass der momentane Aufenthaltsort ihres Kindes öffentlich einsehbar ist. Die GPS-Funktion sollte generell nur aktiviert sein, um Online-Kartendienste zu nutzen oder sich bspw. unkompliziert und schnell mit einem Freund treffen zu können.

3.    Achten Sie auf die Privatsphäre-Einstellungen, um die Sichtbarkeit ihrer Beiträge beispielsweise auf Familienmitglieder und Freunde zu beschränken. Denn selbst mit ausgeschaltetem GPS gibt es Möglichkeiten, wie ihr Kind seinen Aufenthaltsort unwissentlich verraten kann. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass manchmal bereits ein Foto oder auch eine Beschreibung der momentanen Location ihres Kindes ausreicht, um unerwartete Probleme zu verursachen.

4.     Überprüfen Sie regelmäßig die Privatsphäre-Einstellungen. Stellen Sie sicher, dass die Beiträge ihrer Schützlinge ausschließlich nur diejenigen Empfänger erreichen, für die sie auch vorgesehen sind. Einige soziale Netzwerke stellen die Möglichkeit bereit, separate Gruppen zu kreieren – z.B. für Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte. Ihr Kind kann dann für jeden einzelnen Beitrag die jeweilige Empfängergruppe auswählen.

5.   Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Vergessen Sie nie, dass Sie auf das Verhalten ihrer Kinder einen großen Einfluss ausüben. Halten Sie sich selbst an die Regeln, die Sie ihren Schützlingen für das „social networking“ mitgeben.