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So tappt der Nachwuchs nicht in Download-Fallen

Ildiko Bruhns | 04 Nov 2020
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Games, Spiele, Songs oder Apps: Oberflächlich gesehen bietet das Internet nahezu alle Inhalte in Hülle und Fülle – kostenlos und direkt zum Download! Vor allem Kinder und Jugendliche lassen sich davon beeindrucken und genießen diese scheinbare Freiheit. Was sie nicht wissen: Der Preis fürs Herunterladen solcher Inhalte ist oft hoch.

Denn was den Kids häufig nicht bewusst ist: Viele der vermeintlichen Gratis-Inhalte werden dazu benutzt, Adware, Spyware oder andere bösartige Malware auf ihren Computer, Mac oder ihre mobilen Geräte zu schleusen. Dort können sich in aller Ruhe in den Rechner oder ins Smartphone einnisten und nach vertraulichen Daten suchen. Oft bleibt die Schadsoftware lange unbemerkt. Die Folgen einer solchen Infektion reichen von lästigen Anzeigen und Popups über gestohlene persönliche Daten bis hin zum Verlust von Logins zu allen wichtigen Informationen. Auch Smartphone & Co. sind nicht vor der gefährlichen Manipulation sicher, da sich selbst in offiziellen App-Stores zwar seltener, aber trotzdem immer wieder manipulierte Apps einschleichen.

So können Eltern helfen: 5 Tipps für den Schutz der Sprösslinge

1. Immer up-to-date bleiben

Technik und Kommunikation sind die beiden einfachen Mittel, mit denen Eltern zur Sicherheit ihrer Kinder beitragen können.

• Halten Sie das Betriebssystem des Rechners/Tablets oder Smartphones stets auf dem neuesten Stand.

• Verwenden Sie eine zuverlässige Internet-Sicherheitslösung. Mobile Geräte mit Android lassen sich durch eine seriöse mobile Security-App schützen. So führt ESET Mobile Security zum Beispiel bei jedem Download automatisch eine Überprüfung der heruntergeladenen Datei durch und blockiert alle bösartigen Elemente. Das sorgt für den Schutz Ihrer Geräte und Kids.

2. Umsicht statt Nachsicht

Ihre Kinder sind so routiniert im Internet unterwegs wie Sie? Lassen Sie sich davon nicht blenden! Trotzdem fehlt den jungen Mediennutzern oft die Lebenserfahrung, um Betrügereien zu erkennen. 

• Zeigen Sie Ihren Kindern deshalb, wie sie beim Herunterladen neuer Programme vorgehen sollten. Auch wenn eine Software scheinbar woanders günstiger ist: Auf der Website des ursprünglichen Entwicklers der Software oder in offiziellen Online-Shops ist ein Download zweifellos sicherer. 

• Wenn Sie sich an offizielle Quellen halten, müssen Sie sich weniger Sorgen machen, dass Sie versehentlich unerwünschte Extras herunterladen, die im Hintergrund lauern könnten.

3. Erst denken, dann klicken!

• Bringen Sie Ihren Kindern bei, vor jedem Klick auf einen Link oder einen Download-Button innezuhalten und nachzudenken. Gerade unbedachtes Anklicken sorgt sehr häufig dafür, dass Anwender auf verseuchten Webseiten landen oder Schadcode auf ihr Gerät laden. 

• „Wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, ist es höchstwahrscheinlich Betrug“, sollte die goldene Regel eines jeden Downloads sein. Ein gutes Beispiel dafür sind Anwendungen von Drittanbietern, die behaupten, attraktive Zusatzfunktionen für bestehende Spiele oder Online-Dienste zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich schleusen sie jedoch nur lästige Werbung auf ihr Gerät oder infizieren es sogar mit Malware.

4. Virenschutz mit Kindersicherung: Ein sicheres technisches Hilfsmittel

Ihnen fehlt die Zeit, Ihren Kids ständig über die Schulter zu schauen? 

• Setzen sie am besten eine seriöse Kindersicherung ein. Sie hilft Ihnen zuverlässig dabei, die Download-Gewohnheiten Ihrer Kinder im Auge zu behalten und potenziell problematische Inhalte zu blockieren. 

• Das schützt nicht nur Ihren Nachwuchs, sondern hilft ihnen unter Umständen sogar dabei, eine beträchtliche Menge an Geld sparen, das sonst versehentliche Online- oder In-App-Käufe anfallen könnten.

5. Den richtigen Ton treffen

Sie als Eltern kennen das sicherlich: Nicht immer sind Kinder oder Jugendliche bereit, Ratschläge auch zu beherzigen. Oft liegt das schlichtweg daran, dass sich der oder die Angesprochene angegriffen fühlt. 

• Deshalb sollten wir bei aller Sorge um das Wohlergehen unserer Kinder nicht vergessen, wie wir mit ihnen reden. Fast immer ist es eine gute Idee, einen nicht-konfrontativen Ansatz zu wählen. So laden die meisten Menschen heute Inhalte aus dem Internet herunter. 

• Eltern können beispielsweise davon berichten, wie sich ein technisch versierter Bekannter verhält, um sich vor manipulierten Apps oder verseuchten Downloads zu schützen und wie Sie durch diese Tipps künftig ihr eigenes Verhalten ändern wollen. So etwas kommt bei den Sprösslingen oft besser an als elterliche Befehle und wirkt sich zudem nachhaltiger auf ihr Verhalten aus.

 

Über den Autor

Ildiko Bruhns /
Sicherheitsexpertin Safer Kids Online

Ildikó ist seit 2011 für ESET tätig und erlebt hautnah, wie sich das Internet jeden Tag gefühlt neu erfindet...

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