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Ein Smartphone unterm Tannenbaum! Wie Sie neue Geräte familiensicher machen

Ildiko Bruhns | 02 Nov 2020
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Besitzen Ihre Kinder auch ein iPhone oder ein Android-Smartphone? Dann sollten Sie auf jeden Fall dafür sorgen, dass die auf dem Smartphone gespeicherten Daten und Informationen nicht in die falschen Hände geraten. Wir verraten Ihnen, wie das mit wenigen Maßnahmen funktioniert.

Richten Sie einen Fernzugriff ein

Wenn Sie sich mit einem Google-Konto auf Android oder einem Apple-Konto auf dem iPhone anmelden, haben Sie automatisch die Möglichkeit, von der Ferne aus auf Ihr Telefon zuzugreifen. Diesen Fernzugriff können Sie nutzen, um das Smartphone zu sperren, zu orten oder die auf dem Gerät gespeicherten Inhalte zu löschen. Auch wenn Sie diese Funktion hoffentlich niemals brauchen. Sie sollte sicherheitshalber aktiviert sein, für den Fall, dass Sie Ihr Gerät verlieren oder es gestohlen wird. Als Android-Nutzer erfahren Sie hier https://support.google.com/accounts/answer/6160491?hl=de mehr, Informationen für iPhone-User gibt es hier (https://support.apple.com/de-de/HT210515).

Nutzen Sie einen Virenschutz

Wussten Sie schon? Direkt nach Windows ist Android das Betriebssystem, das am häufigsten von Cyberkriminellen attackiert wird. Die explosionsartige Zunahme von Android-Malware zeigt, dass die Gefahr für Android-Nutzer immer größer wird. Ein guter Virenschutz blockt die Angriffe auf Ihr Smartphone zuverlässig ab. Auch ESET hat eine Lösung für Sie.

Achten Sie auf die Privatsphäre-Einstellungen: Standort, Bluetooth, Airdrop

Aktuelle Smartphones bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um mit Freunden oder der Familie in Verbindung zu bleiben. Das reicht so weit, dass Sie Ihre Freunde überall auf der Welt orten können. Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob Sie alle Funktionen rund um die Uhr aktivieren wollen. Bluetooth, Standort-Einstellungen, Airdrop, Find My und Ähnliches sind zwar sehr nützlich, bergen jedoch auch Gefahren. Wenn sie durchgehend aktiviert oder eingeschaltet sind, könnten sie missbraucht werden. Wir raten Ihnen zu prüfen, welchen Anwendungen Sie den Zugriff auf bestimmte Funktionen oder Einstellungen erlauben. Entscheiden Sie selbst, ob Ihre Lieblings-App oder Ihrem favorisierten Messenger unbedingt Zugriff auf Ihren aktuellen Standort benötigen. E

Zugangscode, Fingerabdruck, Gesichtserkennung?

Beim Einrichten eines neuen Gerätes müssen Sie zunächst einen Zugangscode auswählen: Einige Devices lassen sich auch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren. In diesen Fällen können Sie einen komplizierten Zugangscode auswählen, da Sie ihn nicht sehr oft eingeben müssen. Achten Sie nur darauf, dass Sie keine Nummern verwenden, die in direktem Zusammenhang mit Ihnen oder Ihrer Familie stehen, wie Geburtstage oder Jahrestage. Solche Zahlenkombis lassen sich in der Regel leicht herausfinden oder erraten.

Finden Sie die passenden Apps

Die Flut an Apps macht es oft schwierig, die am besten geeigneten Anwendungen fürs Smartphone und die eigenen Bedürfnisse zu finden. Bevor Sie eine App installieren, lohnt es sich deshalb Zeit zu investieren und zu recherchieren. Ein Blick in die Bewertungen gibt bereits Einblicke in die Funktionen oder etwaige Fallstricke wie teure InApp-Käufe. Bei bereits installieren Apps sollten Sie überprüfen, welche Zugriffsrechte oder Berechtigungen sie verlangen (zum Beispiel Zugriff auf die Kamera, das Mikrofon, Dateien oder die Kontakte). Wir raten Ihnen zu checken, ob Sie diese Zugriffe erforderlich sind und ob Sie diese Zugriffe gewähren wollen. Generell ist es am sichersten, Apps ausschließlich von den bekannten Plattformen zu laden, also Google Play für Android und App Store für iPhone. Bei Apps aus App-Stores von Drittanbietern ist zumindest Vorsicht angebracht. Häufig müssen die dort angebotenen Apps keinen strengen Test- und Genehmigungsprozess durchlaufen. Dadurch steigt die Gefahr, dass Sie mit einer vermeintlich nützlichen App auch gleich einen virtuellen Spion oder Datendieb auf Ihr Smartphone holen.

Über den Autor

Ildiko Bruhns /
Sicherheitsexpertin Safer Kids Online

Ildikó ist seit 2011 für ESET tätig und erlebt hautnah, wie sich das Internet jeden Tag gefühlt neu erfindet...

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