| Malware

Sicher auf der Datenautobahn: Wie Eure Kinder gefahrlos durchs Web surfen

| 10 Nov 2021
Teilen

Dass der Nachwuchs unüberlegt persönliche Daten preisgibt, ist nur eines der vielen Risiken, die das Surfen im Web für sie mit sich bringt. Verstörende Inhalte, Cybermobbing oder das versehentliche Installieren von Schadsoftware sind weitere. Klar ist: Eine sichere Reise durchs Netz beginnt mit einer Kindersuchmaschine.

Chiaras Wissensdurst scheint unstillbar. Seitdem sie ein Referat am Familien-PC erarbeitet hat, ist der ihr bester Freund geworden. Alexander, ihr Vater, ist eher stolz als besorgt. Bis er zufällig mitbekommt, wie Chiara dabei ist, ihren Namen, ihr Geburtsdatum und andere Informationen in ein Online-Formular zu tippen.

Auch bei all den Risiken, ein Verzicht auf das Internet ist keine Option. Die Digitalisierung an deutschen Schulen mag nicht so weit sein, wie sich das viele wünschen würden, aber Schüler, die ganz ohne Internet auskommen müssen, verlieren auch heute schon schnell den Anschluss. Das ist auch Alexander klar. Nachdem er Chiara gerade noch rechtzeitig vor dem Tritt in eine Abofalle bewahrt hat, spricht er mit ihr ausführlich über solche Maschen, bei denen windige Geschäftemacher arglosen Internetnutzern persönliche Daten abzuluchsen versuchen. Auch wenn Chiara das verstanden hat - Alexander ist erst einmal beunruhigt. Was ist mit Foren, in denen andere Nutzer Chiara anpöbeln oder beleidigen? Was, wenn jemand seiner Elfjährigen sexuelle Avancen macht? Soll er Chiara doch lieber den Draht ins Netz kappen, bis sie alt genug ist, damit umzugehen?

                                   

(Fast) alles beginnt bei einer Suchmaschine

Eines hat Chiara mit vielen erwachsenen Internetnutzern gemeinsam: Sie beginnt ihre Reise durchs Web meist damit, dass sie einen Suchbegriff in eine Suchmaschine eintippt. Um sie von ungeeigneten Inhalten fernzuhalten, wäre es also eine gute Idee, solche Inhalte gar nicht erst in den Suchergebnissen anzuzeigen.

Tatsächlich bietet Google eine solche Funktion. Wenn du in deinen Browser die Adresse https://www.google.com/preferences eintippst, dann das Häkchen bei der Option setzt „Safe Search aktivieren"“ und am Fuß der Seite auf „Speichern“ klickst, filtert Google alle Ergebnisse aus, die der Algorithmus für „anstößig“ hält. Damit kannst du deine Kinder einigermaßen zuverlässig davor bewahren, von Google zu pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten geführt zu werden. Allerdings ist der Filter nicht absolut zuverlässig, und entspricht eher US-amerikanischen als in Deutschland gängigen Ansichten, was als kindertauglich gilt. So sind in den USA die hierzulande beliebten Überraschungseier verboten, für Waffen gibt es aber keine Altersbegrenzung.

Begrenzter Suchraum, sichere Ergebnisse: fragFINN

Schon seit 2007 gibt es für den deutschen Sprachraum eine kindertaugliche Suchmaschine, die nach einem anderen Konzept arbeitet: Bei https://fragfinn.de prüft kein Algorithmus die Kindertauglichkeit der Inhalte. Im gesamten Index dieser Suchmaschine finden sich stattdessen ausschließlich Inhalte, die Pädagogen Seite für Seite gesichtet haben. Seitenbetreiber, die mit ihrem Webangebot bei fragFINN aufgenommen werden wollen, müssen sich einem umfangreichen Prüfprozess stellen. Von den unendlichen Weiten des World Wide Web sind in fragFINN immerhin noch rund 14.000 Internetseiten übriggeblieben. Ziel der Initiatoren ist es bis heute, einen geschützten Surfraum speziell für Kinder von 6 bis 12 Jahren zu schaffen.

In der Handhabung funktioniert fragFINN wie die meisten anderen Suchmaschinen: In ein Suchfeld lassen sich die Suchbegriffe eintippen, und über zwei Reiter kann sich der/die Suchende wahlweise Ergebnisse aus dem Web oder Bilder anzeigen lassen. In den Browsern Google Chrome und Firefox für den PC lässt sich fragFINN als Standardsuchmaschine einstellen. Wie, das verrät die Seite Eltern unter der Adresse https://eltern.fragfinn.de/eltern/fragfinn-als-standardsuche/. 

Und auch für das iPhone, Android-Smartphones und solche mit Amazons Fire OS bietet FragFINN Apps. Damit kann der Nachwuchs auch mobil sicher surfen.

                            

Safety first!

Alexander hat fragFINN jetzt im Browser des Familien-PCs als Startseite und als Standard-Suchmaschine eingerichtet. Die elfjährige, wissensdurstige Chiara findet dort zu praktisch jedem Thema zufriedenstellende Informationen. Vorerst. In ein oder zwei Jahren, so hat es Alexander jedenfalls vor, soll sie dann auch Google nutzen, zumindest mit der SafeSearch-Option. Bis dahin wird sie auf manche Fallstricke vorbereitet sein.

Außerdem solltet Ihr im Generellen auf keine Sicherheitssoftware verzichten. Sie warnt Euch und Eure Kids vor schädlichen Webseiten, faulen Download-Links und verseuchten Apps. Bei jüngeren Kids ist es ratsam, eine Kindersicherung einzusetzen. So könnt Ihr Webseiten und Apps altersgerecht filtern, bspw. indem Ihr bestimmte Kategorien blockt. 

Hat Euch der Artikel gefallen? Abonniert gern unseren Newsletter. Einfach nach unten scrollen, E-Mail-Adresse eingeben, fertig! So bleibt Ihr immer auf dem Laufenden!

 

ESET Parental Control für Android ESET Parental Control für Android

Macht Eure Kids online-sicher

Mit ESET Parental Control für Android

90 Tage kostenlos ausprobieren